(You might feel like listening to this soundtrack whilst reading the impression.)
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… erwähne ich hier einmal ein kommerzielles Produkt. Warum? Weil es einen von mir lang gehegten Traum erfüllt: ein einfaches, praktisches Tonstudio für die Hosentasche. Schlicht mal wieder so ein Gadget, von dem ich in meiner Jugend nur träumen konnte. Never say that boys’ll EVER grow up! Die Rede ist vom Beaterator (die Werbesite ist, wie immer bei derartigen Produkten, unsäglich!)
Eine Playstation Portable besitze ich bereits, denn ich nutze sie – mit der entsprechenden Soft- und Hardware – als Navigationsgerät bei Autofahrten in unbekanntes Gelände. Dabei stellt sich das Gerät auch nicht ungeschickter an als vergleichbare Produkte. Meistens sind die Ansagen langfristig genug, dass es mir noch gelingt, rechtzeitig die Spur zu wechseln.
Spuren gibt es auch in der Klangspiel-Software – und zwar immerhin acht. Wobei die Klangabstimmung eine für diese Plattform beeindruckende Detailarbeit ermöglicht. Hier eine flugs gebastelte Hörprobe in Pentatonik, mit Audacity vom Exportformat .wav ins schneller ladbare .mp3 umgezaubert:
Wer rät, welcher Film mir die Schnellinspiration lieferte? Im Ernst: Leider ist auch das Klicken bei Spurende eine Original-Beaterator-Mitgift (aber das kennen wir ja auch aus der teuren Magix-Software). Das Schöne an diesem Spielzeug ist, dass die Melodie einfach und schnell in einem Sequenzer geschrieben werden kann, wenn auch nur in einer simplen aber funktionalen Symbolschrift an einer Displaytastatur, nicht in Noten. Dafür ist die Bedienung intuitiv und in den erkennbaren Grenzen kann durchaus Respektables gebastelt werden. Nun, ich glaube, das Dingelchen wird mir noch die ein oder andere Zugfahrt versüssen. Boys will be boys ….
Nachtrag: Ein etwas gelungeneres Beispiel namens Fast Wayward:
Die Klickgeräusche lassen sich durch Feineinstellungen der Lautstärke beheben. Tatsächlich scheint die Software spannende „Tiefebenen“ zu bieten, in denen sie echtes Sound-Crafting (so wird von den Herstellern die Tonbearbeitung bezeichnet) ermöglicht. Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, wo zum **** sich ein Mikrophon an der Hardware anschließen lässt.
Nachtrag Zwo: Die Qualität einiger der vorhandenen Sounds und Synthesizer ist wirklich ungewöhnlich für ein Spielzeug dieser Preisklasse. Man höre sich diese kleine Montage an, die ausschließlich aus selbst erstellten Rythmen und Melodien besteht (in Anlehnung an schon Gehörtes), wobei die Klangdatenbank der Software erst oberflächlich berührt wurde:
- und ich habe noch immer nicht den Eindruck, alle Möglichkeiten des Geräts erfasst zu haben.
Dies ist ein weiterer Versuch, mich der Weltsicht der Zyklopen anzunähern. Es sind einige Elemente des germanischen Mythos um Ymir, den ersten „Menschen“, und den Krieg zwischen Vanen und Asen eingeflossen. „Nichts“ und „niemand“ verweisen natürlich wieder auf die Odysee. Vielleicht war es ja nicht der Zyklop, der geblendet wurde, sondern die menschliche Verblendung der List, die das Geschehen in Gang setzte?
Der Umgang mit Mythen ist in der heutigen Welt so faszinierend wie befremdend. Täglich wirken Archetypen und mythische Welterklärungsmuster unbemerkt aus dem nicht bewussten Wahrnehmungshintergrund in unseren Alltag ein, aber wir haben viele Strategien entwickelt, abzuwehren, dass diese Einwirkungen ins Bewusstsein vordringen. Dennoch, die Werke C.G. Jungs werden fleißig weiter verkauft und wohl auch gelesen.
Dies ist der erste Versuch, mich Polyphem anzunähern. Rein aus Bildungsgesichtspunkten betrachtet, wird Polyphems Abkunft problematisch. Polyphem als „Titanenkind“ zu bezeichnen, obwohl doch der antiken Genealogie entsprechend sein Vater ein Olympier (der Meeresgott Poseidon, der Odysseus nach der Blendung Polyphems mit der Irrfahrt bestrafte) war, wirkt widersprüchlich. Allerdings scheint dieser, zumindest wenn er die Fluten erzürnt gegen den Heimkehrer wendet, eine Sprachform für die Urgewalt des Meeres, daher auch die Kraft des Titanen Okeanos vertretend, zu sein. Anderen Traditionen folgend sind die „Kreisaugen“ (Zyklopen) direkte Abkömmlinge der Urgötter Uranos und Gaia, also noch älteren Geschlechts, weshalb ich mir die Freiheit nehme, Polyphem mit einem kraftvoll wirkenden Wort wie „Titan“ zu verknüpfen. Man betrachte das wunderbar befremdende Gemälde Odilon Redons, das wohl auch Polyphems Liebe zu Galatea wiedergibt (und seine aufkommende Eifersucht wider Acis). Die Grafik in meiner Annäherung beruht auf einem Ausschnitt aus einer chinesischen Skizze.
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