Anadyomene

15 07 2009

anadyomene2

Diese Montage um ein Gedicht zum Thema ästhetische Autophonie entstand unter Verwendung zweier gemeinfreier Abbildungen aus den Wikimedia Commons: Tizians Venus Anadyomene und Odilon Redons Venus. Gerne hätte ich die „Muschel“ränder um Odilons Venus oval bearbeitet, beherrsche Gimp aber noch nicht präzise genug.

Wie immer öffnet ein Klick auf das Bild eine vergrößerte Darstellung.

Die „schaumgeborene Venus“ ist sicher in der Darstellung Botticellis bekannter, aber Tizian und Redon haben jeweils andere Zugänge gewählt, die mir interessanter erscheinen. Für mich geht es bei dieser Sage vor allem um den Hörsinn. Ich stelle mir eine Pianistin vor, die keine Taste berührt, während das Publikum verzückt lauscht.  Ein Mensch sitzt am Meer, lauscht der Brandung und trägt keinerlei Vergangenheit in sich …

Wie die Musik bemüht sich die Physik um Wellen und Resonanzen – und so geht es auch um das Schöpferische an sich – um die Manifestation der Welt als Resonanzerscheinung. Ach, wie verzückt lauschte ich damals der Hörmontage Joachim Ernst Berendts – wieder und wieder! Leider werde ich selbst wohl nicht nach Rostock kommen, aber ich schicke zumindest dieses kleine Gedicht.

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PS: Ja, ich habe einen kommerziellen Link gesetzt zum Auditorium Netzwerk. Weil ich dort selbst immer wieder Hörtexte beziehe? Weil hier aktuelle Kongressbeiträge zu finden sind, die man ansonsten vergeblich sucht? Weil die Betreiber mit Liebe bei der Sache sind? Ja, darum auch. Vor allem aber halte ich es für ein lebendiges, vielseitiges Projekt, das in einer durchwirtschafteten Welt eben auch kommerziell ist um weiterbestehen zu können …

(Ach so, nein, bezahlt werde ich dafür selbstverständlich nicht, habe den Link aus eigener Sympathie gesetzt und erhalte auch keine anderweitige Gegenleistung – herrjemineh: Ich darf doch auch mal etwas einfach gut finden, ohne dass gleich „Korruption“ vermutet wird …)


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