Lyrikanthologien sind entweder aufreizend aktuell („Lyrik von Jetzt“) oder betont klassisch („Hausschatz der Poesie“). Einen angenehmen Mittelweg beschreitet „Laute Verse“ – trotz des Titels. Die versammelten Werke der Autorinnen und Autoren sind durchweg postmodern, aber eben nicht so musenfrisch, dass der Leser sich auf einem Wochenmarkt zwischen Produkten allzukurzer Haltbarkeit wähnt. Große Namen sind darunter wie Thomas Kling, Silke Scheuermannn, Marcel Beyer oder Durs Grünbein, aber auch Ulrike Draesner oder Sabine Scho. Im Nachwort schreibt der Herausgeber Thomas Geiger:
Die Besonderheit dieses Projektes [...] ist, dass alle eingeladenen Autoren um einen Blick in ihre Dichterwerkstatt gebeten wurden. Jeder Dichter schrieb zu einem eigenen, selbst ausgewählten Gedicht einen kurzen Text zur Entstehung.
Und diese Texte (oben ist aus dem Volker Sielaffs zitiert, unten aus dem Nora Bossongs) sind mancherorts bis zur Unlesbarkeit manieriert und mancherorts von bestechender Klarheit, bieten Selbstdarstellungen oder wirkliche Atelierbegehungen – sind in der Summe jedenfalls eine Bereicherung und Ergänzung zu den ausgewählten Gedichten. Und auch wenn Nora Bossong das Gegenteil postuliert (s.u. – allerdings fügt sie die Titelworte dieses Artikels hinzu), so zeigt dieser Band eben doch auf, wie springlebendig sich die Wortkraft heutzutage entfaltet.
Sie lasen eine Kurzbesprechung des Buches Laute Verse. Gedichte aus der Gegenwart. Dtv, München, April 2009





Do you know the German saying „das ist Wasser auf deine Mühlen“? Well, here it fits, as long as you are relating to the „there is no poetry but accidentially“ quote. Is there an English counterpart to that saying?
Why has that other poem on your page vanished? I liked it a lot, although I was not reading all the „i“s the way you might read them (another interpretation would have seen them as the two halves of the bridge protruding into the sky, explaining why they HAVE TO come in pairs). May I still utter whims without any authority – please?
ha ha!