wendung

6 11 2009

wendung

Das Bild, das diesem Gedicht hinterlegt wurde, ist die Weiterbearbeitung eines in Pfullendorf aufgenommenen Fotos, das in Rohform sehr komplex ist. Im Schaufenster eines Geschäftes (das offensichtlich alles anbietet, was Geld zu werden verspricht, von der Zahngoldannahme über Elektrogeräte bis zu Versicherungsdienstleistungen) spiegeln sich die umliegenden Fachwerkfassaden.

Tatsächlich hat das Bild durch die Bearbeitung (Farbverschiebung und Kontrastanreicherung, dann Sepia-Filter) eher an Einfachheit gewonnen als verloren. Das unter diesen Grund montierte Gedicht spiegelt eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Die meisten der Worte sind einfach, aber die Metaphern beruhen auf einem Verfremdungsvorgang, der dem Filtern mit GIMP nicht unähnlich ist. Es gab zwei Protoversionen, eine sehr melancholische und eine heitere, die zu diesem Substrat zusammenflossen, das (für mich zumindest) dennoch in sich stimmig wirkt.


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4 Antworten

7 11 2009
Jo Richter

;-)

7 11 2009
Föhre

Pseudonymien. haha.

7 11 2009
Jo Richter

Vielen Dank, Föhre!

Ich gestehe: Langsam werde ich neugierig, wer dieses Haus in Pseudonymien bewohnt. Ich lese in Deinen Kommentaren Aufmerksamkeit für die Dinge, auf die es auch mir ankommt. Nun, so ist das Netz – und das hat durchaus viele Vorteile.

7 11 2009
Föhre

Deine Gedichte sind sehr gut zu lesen.
(Melodie, Rhytmus, etc.)
Sehr interessant, weil man (oder ich zumindest) Formulierungen wie: „sagten sie“ zumeist eher mit Skepsis betrachtet, also eher mal davon ausgeht, dass wenn anstatt „es ist so“ geschrieben wird „sie sagen, dass es so ist“ diese vermeintlichen Fakten nur „ihre Meinung“ sind und nicht der Wahrheit entsprechen.
Was „sie“ aber in deinem Text „sagten“ klingt sehr in sich stimmig und glaubwürdig, was vielleicht, statt der erwarteten „Fehlinformation“, mein eigenes Misstrauen entlarvt.

Grüsse.

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